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Palmsonntag – Einstieg in die Karwoche

Datum:
Veröffentlicht: 25.3.21
Von:
J. G.
Wir Christen gedenken an diesem Tag des Einzugs Jesus in Jerusalem

Der Palmsonntag ist der sechste Fastensonntag mit dem lateinischen Namen Dominica Palmarum und heißt umgangssprachlich Palmtag oder Palmsonntag.

Dieser Tag leitet die Karwoche (Die Heilige Woche) ein. Wir Christen gedenken an diesem Tag des Einzugs Jesus in Jerusalem.

Im Mittelpunkt der Liturgie steht am Palmsonntag die Segnung der Palmzweige. Danach wird das Evangelium verkündet, das den Einzug Jesu in Jerusalem schildert. Hierauf folgt dann in der Regel die Prozession mit den geweihten Zweigen, bei der Christkönigslieder gesungen werden.

Das Neue Testament berichtet davon, daß Jesus auf einem Esel in die Stadt eingezogen ist. Die Bevölkerung sah in ihm den gekommenen Messias, den Wundertäter, den Retter. Sie jubeln ihm zu, breiten ihre Umhänge über die Straße und winken Jesus jubelnd ("Hosanna!") zu. Es sind die gleichen, die wenig später schreiend von Pilatus verlangen werden, diesen Verräter zu kreuzigen und statt seiner lieber den politischen Terroristen Barrabas freizulassen.

Um den Palmsonntag ranken sich eine Reihe unterschiedlichster Bräuche. So werden an vielen Orten Palmensträuße mit in die Kirche gebracht und anschließend in der Wohnung aufbewahrt.

Nach alter Tradition soll der gesegnete Palmzweig Haus, Wohnung und Besitz gegen alles Böse schützen. In Bayern steckt man die Palmzweige (Palmbuschen) hinters Kreuz im Herrgottswinkel.

Palmprozessionen sind im Abendland bereits seit dem 8. Jahrhundert nachgewiesen.

In Westfalen gab es früher einen hübschen Brauch für Kinder. Die Palmbuschen wurden mit Vögeln aus Hefeteig, Brezeln und Süßigkeiten sowie Früchten geschmückt. Nach dem Gottesdienst wurden sie im Haus versteckt. Die Kinder mussten Sie suchen und wer sie fand rief: Palmsonntag, Palmsonntag! und durfte als erster mit dem Plündern der Süßigkeiten beginnen.

In vielen Gegenden Süddeutschlands leben viele Bräuche von früher auch heute noch weiter, so werden in Teilen Bayerns zum Beispiel getrocknete Weidenkätzchen ins Futter, zum Schutz gegen Krankheiten und Seuchen gegeben.

Auch verbrennen manche Bäuerinnen in den ländlichen Gebieten einige Zweige der Palmstangen im Feuer, (soweit man noch einen Holzofen hat)um so Hagel und Blitz vom Haus fern zu halten.